Ralf Maucher – Gnosis

(c) 2014/2015

Mitgefühl und Heilung

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In einer Doku war vor kurzem ein Psychologe im Fernsehen, der “die Spiegelfunktion” (das emotionale Wahrnehmen eines anderen) als störend für bestimmte Berufe (z.B. Banker, Finanzspekulanten, Soldaten) eingeschätzt hat.

Für das Natur- und das Schöpfungsprinzip schädigende Berufe ist es also schädlich, sich einzufühlen.

Die Sendung habe ich nicht weiter verfolgt, daher weiß ich nicht, ob der Psychologe sich noch wertend zu “den Jägern” geäußert hat – und eine ethische Position oberhalb einer oberflächlichen Effizienzeinschätzung abgegeben hat. Rein vorsorglich möchte ich dies tun:

Es folgt nicht nur aus der Erkenntnis der Struktur der Seele (Kollektiv-Seele, Komplex-Seele, mulitdimensionale Seele), daß es eine Verbundenheit von Individuen gibt, sondern es folgt auch aus der Erkenntnis des Schöpfungsprinzips, daß es eine Verbundenheit von Geschöpfen und Geschaffenem gibt.

Daher ist ein Mitfühlen mit dem (aus höherer Warte und auf höherer Ebene) Gleichen schon sinnvoll. Und nicht störend.

Man kann nun freilich die Folgerung aus der Gnosis einbeziehen: Daß Mitgefühl mit dem Abwegigen (gescheiterte Psychiker) oder Abartigen (Hyliker, demiurgische Menschen) nicht besonders sinnvoll ist. Damit wäre man bei vernünftiger Sollsetzung bei folgender Weichenstellung:

Mitgefühl gegenüber dem Heilbaren und Gleichgültigkeit gegenüber dem Unheilbaren und Unheilvollen.

Im Ist sieht es aber anders aus: Die Unheilbaren und Unheilvollen haben kaum bis keinerlei Mitgefühl mit den Heilbaren. Sondern sie sind (teils abgespalten) dessen unempathische Jäger. Umgekehrt aber haben die Gejagten sogar Mitgefühl (und nicht selten Mitleid) mit den Jägern. Sie befinden sich daher in einer echten Trauma- und Retraumatisierungsfalle.

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