Ralf Maucher – Gnosis

(c) 2014/2015

Eindringliche soziale Umwelt

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“Nähe und Distanz” sind wichtige Konzepte in der Psychologie. Zur gesunden Seele gehört es, Nähe und Distanz adäquat regulieren zu können: Weder mit anderen zu verschmelzen noch sich auf eine psychopathische Weise abzugrenzen.

Leider habe ich viele Fälle von Traumatisierung beobachten müssen und beobachte sie auch derzeit, bei denen es Menschen nicht (mehr) gelingt, das Ihre stabil und geradlinig zu halten, sondern ihr Erleben und Verhalten wird immer wieder überlagert und übernommen von anderen.

Oft kann man Kaskaden beobachten: Da bedient sich der schwer Gestörte beim mittelgradig Gestörten, der mittelgradig Gestörte beim gering Gestörten und der gering gestörte beim kaum Gestörten usw.

Tatsächlich sind hier die Abgrenzungen (und nicht etwa Liebe, Mitleid und Mitgefühl) die richtigen Vorgehensweisen. Die drei sanften Gifte Liebe, Mitleid und Mitgefühl sind bei energetischen und informativen Übergriffen wahrheitswidrig, gerechtigkeitswidrig und selbstzerstörerisch.

Nochmal zu den Gefühlen: Liebe und Mitgefühl kann (und sollte) man aber entwickeln zu den Mißbrauchten, die heilen können und bereit sind, ihre schicksalhafte Arbeit zu machen, damit diese so einen Container finden, in dem sie wieder gesund werden können. Aber leider laufen die Dinge nicht so, sondern polar verkehrt: Die Mißbrauchten erfahren keine Liebe und kein Mitgefühl, aber die Mißbrauchenden beanspruchen davon reichlich und schieben sich untereinander die Streicheleinheiten zu.

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