Ralf Maucher – Gnosis

(c) 2014/2015

Die therapeutische Gemeinschaft

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Es gab immer wieder Ansätze, Gemeinschaften so aufzubauen, daß in ihnen wahres Lernen und wahre (seelische) Entwicklung möglich sind. Voraussetzung hierfür u.a.:

a) Kenntnis eines zutreffendes Paradigmas (Weltbildes)
b) Bereitschaft der Beteiligten, ihr Verhältnis zu Wahrheit und Gerechtigkeit (Weltwirklichkeit) zu erfahren und ggfs. zu korrigieren.
c) Wahrnehmen (und zuhören!).

Es fällt auf, daß solche Gemeinschaften heute selten zu finden sind: Man läßt sich in Ruhe, benützt die neurotischen Strukturen anderer zum eigenen Vorteil oder bildet neurotische Gemeinschaften mit dem Ziel, die eigenen Probleme nicht bearbeiten zu müssen.

Es wäre schon viel geholfen, wenn sich Menschen wieder darauf verständigten, bei der Kommunikation die Botschaft zu erfassen – und sich aber auch klar darüber zu werden, welche Funktion das Gesagte für den Boten hat: Dient es seinen gesunden Anteilen oder stabilisiert es das, was noch nicht gesund ist?

Für den letzten Fall ist für den weiteren Verlauf eines Gesprächs nicht der oberflächliche Inhalt des Gesagten wichtig, sondern der Fokus sollte auf die Seele des Boten gerichtet werden. Eine therapeutische Gesellschaft meldet an dieser Stelle die verborgene Funktion zurück – und ihr Mitglied wird an dieser Stelle auch annehmen, was an der Rückmeldung wahr ist.

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