Ralf Maucher – Gnosis

(c) 2014/2015

Die Verdünnung ins Gegenteil

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Das Meister-Schüler-Verhältnis ist oft problematisch. Ich habe in der letzten Zeit z.B. die Beziehungen von C.G. Jung zu Paul Watzlawick und von Karlfried Graf Dürckheim zu Wolf Büntig und zu Norbert Mayer angesehen.

Man kann regelmäßig bei hohen Seelen erkennen, daß es zu einer Verdünnung der Lehre ins Gegenteil kommt.

Jung und Dürckheim gehören zu dem Typus des westlichen Erleuchteten. (Solche Meister werden kein Guru – und sie gehen nicht auf im All, sondern erhalten eine gegenüber allem anderen abgegrenzte Selbst-Struktur.)

Schüler solcher Größen sind in der Regel in mancherlei Hinsicht das Gegenteil ihrer Meister: Nicht erleuchtet sowieso, aber dann eben auch neidisch. Und sie werden daher das Große für das Kleine verwenden: Die Kraft des Geistes also für den Schatten und das Ego. (Die Verdünnung ins Gegenteil eben.)

Daß so etwas geschehen kann, liegt daran: Auch westliche Meister haben da noch “ihr Thema” – sie sind in der Regel nicht in der Lage, ihre falschen Schüler zu erkennen.

Vielleicht in diesem Zusammenhang noch ein Hinweis zu dem, was hinter dem Vorhang ist und war: Auch das Verhältnis von Johannes zu Jesus folgt dem Muster einer Verdünnung ins Gegenteil: Jesus ist an sich eine völlig unwichtige Person. Und es ist auch völlig unwichtig, Geheimwissen (mitzu)teilen, ob er verheiratet war und eine Tochter hatte oder nicht…

Niemand profitiert von seinem Weg, und jeder, der ihm folgt, kommt am Ende bei Baphomet an – seine Seele ist verloren, er wurde verraten und verkauft.


Viel interessanter ist aber Johannes, berichtigt um “das Thema”, das manche überlagerte Meister eben haben…


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